Ruhrpott-Rebellion geht weiter: Am 26. September gemeinsam nach Essen!

In Duisburg haben wir den Anfang gemacht. Jetzt geht die Ruhrpott-Rebellion in Essen weiter: Am Samstag, 26. September 2026, gehen wir gemeinsam mit der ganzen DGB-Gewerkschaftsfamilie für unsere Arbeit, unsere Gesundheit und unsere Rente auf die Straße.

DGB Aktionstag 26.09.2026 in Essen
In Duisburg haben wir den Anfang gemacht. Jetzt geht die Ruhrpott-Rebellion in Essen weiter: Am Samstag, 26. September 2026, gehen wir gemeinsam mit der ganzen DGB-Gewerkschaftsfamilie für unsere Arbeit, unsere Gesundheit und unsere Rente auf die Straße. Komm mit, bring deine Kolleginnen, Freundinnen und deine Familie mit und melde dich jetzt für einen der gemeinsamen Busse an.
 
 

Das Wichtigste in Kürze

  • Wann: Samstag, 26. September 2026
  • Demostart: 10:45 Uhr
  • Treffpunkt Demozug: Altendorfer Straße, Ecke Hans-Böckler-Straße, Essen
  • Kundgebung: 11:00 bis 14:00 Uhr auf dem Burgplatz in Essen
  • Rednerin: DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi
  • Motto: „HART VERDIENT! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“
  • Anreise: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gemeinsam mit den DGB-Bussen
  • Wichtig: Für die Busse ist eine Anmeldung erforderlich. Abfahrtsorte und konkrete Abfahrtszeiten stehen auf der zentralen Aktionsseite. 
 
Zur Anmeldung, zu den Bussen und zu allen aktuellen Informationen:
Jetzt auf der zentralen Aktionsseite informieren und für den Bus anmelden
 

 

Hart verdient ist hart verdient

Wir zahlen jeden Monat in die Sozialversicherungen ein. Damit erwerben wir Ansprüche auf eine verlässliche Rente, eine gute Gesundheitsversorgung, Pflege und soziale Sicherheit. Diese Leistungen sind kein Geschenk. Es ist unser Geld und es ist unser Recht.
Am 26. September schicken wir diese Botschaft mit kraftvoller Stimme aus dem Ruhrgebiet nach Berlin:
 
Schluss mit den Angriffen auf unseren Sozialstaat!
Reformen sind notwendig. Sie müssen aber Probleme lösen, Investitionen ermöglichen, Beschäftigung sichern und gute Arbeit stärken. Kürzungen auf dem Rücken der Beschäftigten sind keine Reformen. Sie machen Menschen unsicher, schwächen die Kaufkraft und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein starker Sozialstaat und eine starke Wirtschaft gehören zusammen. 
 
Während Vermögen weiter wachsen, sollen Beschäftigte länger arbeiten, mehr für ihre Gesundheit bezahlen und im Alter mit weniger auskommen? Nicht mit uns!
Unsere gemeinsame Antwort lautet:
 
  • Hände weg vom 8-Stunden-Tag!
  • Hände weg von der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren!
  • Keine Kürzungen bei Gesundheit und Pflege!
  • Keine Ausweitung unsicherer und befristeter Beschäftigung!
  • Reformen ja, aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten!

 

Von Duisburg nach Essen: Die Ruhrpott-Rebellion geht weiter

Die Ruhrpott-Rebellion hat in Duisburg begonnen. Viele Metallerinnen, Kolleginnen anderer DGB-Gewerkschaften und Unterstützer*innen aus der Region sind unserem Aufruf gefolgt. Gemeinsam haben wir deutlich gemacht: Wir lassen uns unseren Sozialstaat nicht nehmen.
 
Von Duisburg aus hat sich die Rebellion über das Ruhrgebiet und darüber hinaus verbreitet. In Essen, Bochum, Dortmund, Wetter und weiteren Städten haben Beschäftigte die Botschaft aufgenommen. Aus dem Auftakt der IG Metall Duisburg-Dinslaken wurde eine gemeinsame Bewegung der Gewerkschaftsfamilie.
Jetzt geht es weiter.
 
Am 26. September machen wir aus vielen örtlichen Aktionen ein gemeinsames, starkes Zeichen. Wir fahren nach Essen, weil die Ruhrpott-Rebellion nicht an einer Stadtgrenze endet. Wenn unsere Rechte, unsere Gesundheit und unsere Rente angegriffen werden, stehen wir im Revier zusammen.
 

Duisburg war der Auftakt. Essen wird der nächste kraftvolle Schritt.

 

Warum wir auf die Straße gehen

Unsere Arbeit

Die geplante Ausweitung sachgrundloser Befristungen würde Beschäftigte noch länger in Unsicherheit halten. Nach Angaben des DGB war 2025 mehr als jede vierte Neueinstellung befristet. Insgesamt arbeiteten rund 2,2 Millionen Menschen befristet. Besonders häufig betroffen sind junge Menschen unter 25 Jahren.
 
Gleichzeitig steht der 8-Stunden-Tag unter Druck. Wenn statt einer täglichen nur noch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit zählt, werden sehr lange Arbeitstage möglich. Die Risiken tragen die Beschäftigten: weniger Erholung, schlechtere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben sowie größere gesundheitliche Belastungen. 
 
Wir sagen: Deutschland braucht keine längeren Arbeitstage. Wir brauchen Investitionen, moderne Infrastruktur, Qualifizierung, Digitalisierung, gute Arbeitsbedingungen und sichere, tarifgebundene Beschäftigung.

Unsere Gesundheit und Pflege

Gesundheit und Pflege dürfen nicht zum Sparprogramm werden. Höhere Zuzahlungen, schlechtere Leistungen, Stellenabbau und Angriffe auf tarifliche Bezahlung in der Pflege treffen Beschäftigte, Versicherte, Pflegebedürftige und ihre Familien. Gute Versorgung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. 
 
Wir wollen eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung, verlässliche Leistungen und gute, tarifgebundene Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Unsere Rente

Wer 45 Jahre gearbeitet, Angehörige gepflegt, Kinder erzogen und Beiträge gezahlt hat, hat Anerkennung verdient. Die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren darf nicht abgeschafft werden.
Im Jahr 2024 waren nach den Informationen des Mission-Letters 44,5 Prozent der neuen Beziehenden dieser Rentenart Frauen. Nicht ein vermeintlich hohes Einkommen ist das entscheidende Merkmal, sondern die besonders lange Versicherungszeit. 
 
Ein höheres Rentenalter trifft vor allem Menschen mit körperlich schwerer Arbeit, Schichtarbeit und belastenden Arbeitsbedingungen. Für viele ist eine weitere Anhebung nichts anderes als eine Rentenkürzung durch die Hintertür.
Wir fordern:
 
  • das Rentenniveau zunächst bei 48 Prozent zu stabilisieren und anschließend auf mindestens 50 Prozent anzuheben,
  • keine weitere Erhöhung des Rentenalters,
  • den Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren,
  • bessere Absicherung bei Erwerbsminderung,
  • eine verbesserte Grundrente,
  • starke tarifliche Betriebsrenten mit verbindlicher Beteiligung der Arbeitgeber,
  • eine solidarische Finanzierung, bei der starke Schultern mehr tragen.

 

Was das für Beschäftigte in unserer Region bedeutet

In unserer Region wissen viele Kolleg*innen aus Stahl, Industrie, Handwerk, Logistik und Dienstleistung, was belastende Arbeit bedeutet. Schichtarbeit, Hitze, Lärm, Zeitdruck und körperliche Beanspruchung verschwinden nicht, nur weil in Berlin das Rentenalter rechnerisch angehoben wird.
 
Wer früh ins Berufsleben eingestiegen ist und über Jahrzehnte gearbeitet hat, darf nicht immer wieder auf später vertröstet werden. Wer krank wird oder Angehörige pflegt, darf nicht mit Leistungskürzungen und zusätzlichen Kosten bestraft werden. Wer jeden Tag zur Arbeit geht, braucht planbare Arbeitszeiten und ausreichend Erholung.
 
Deshalb ist der 26. September kein Termin nur für Rentnerinnen. Es geht auch um Auszubildende, junge Beschäftigte, Familien, Schichtarbeiterinnen, pflegende Angehörige und alle, die morgen noch in einem starken sozialen Sicherungssystem leben wollen.
 
Gute Rente ist kein Konflikt zwischen Jung und Alt. Gute Rente ist eine Frage gerechter Arbeit, guter Löhne und einer fairen Verteilung der Kosten.
 
 

Gemeinsam mit dem Bus nach Essen

Der Burgplatz in Essen ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Noch stärker wird der Tag aber, wenn wir bereits gemeinsam anreisen.
 
Aus zahlreichen Orten werden DGB-Busse eingesetzt. Auf der zentralen Aktionsseite findest du die Abfahrtsorte, die konkreten Abfahrtszeiten und die Möglichkeit zur Anmeldung.

So bist du dabei

  1. Öffne die zentrale Aktionsseite des DGB.
  2. Wähle bei Essen den Bereich„Busse nach Essen“.
  3. Suche den passenden Abfahrtsort.
  4. Melde dich für den Bus an.
  5. Mobilisiere mindestens eine weitere Person aus deinem Betrieb, deiner Familie oder deinem Freundeskreis.
  6.  
Hinweis: Da Buszeiten und Kapazitäten aktualisiert werden können, sollten vor der Abfahrt noch einmal die Angaben auf der Aktionsseite geprüft werden.
 
 

Demozug durch die Essener Innenstadt

Wir machen unsere Forderungen nicht nur auf der Abschlusskundgebung stark. Vorher ziehen wir gemeinsam und unübersehbar durch die Essener Innenstadt.
 
Der Demozug startet um 10:45 Uhr auf der Altendorfer Straße, Ecke Hans-Böckler-Straße. Der Treffpunkt liegt in unmittelbarer Nähe zum Ankunftsort der DGB-Busse.
 
Bring deine IG Metall-Fahne, deine Warnweste, dein selbst gestaltetes Schild und vor allem deine Kolleg*innen mit. Zeigen wir gemeinsam: Das Ruhrgebiet steht zusammen, wenn soziale Rechte angegriffen werden.

 

FAQ zum Aktionstag am 26. September

 

Wann und wo findet die Kundgebung in Essen statt?

Die Kundgebung findet am Samstag, 26. September 2026, von 11:00 bis 14:00 Uhr auf dem Burgplatz in Essen statt. Der Demozug startet bereits um 10:45 Uhr an der Altendorfer Straße, Ecke Hans-Böckler-Straße. 

 

Wer ruft zur Demonstration auf?

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen gemeinsam zum bundesweiten Aktionstag auf. Die IG Metall ist aktiver Teil dieses Bündnisses und mobilisiert ihre Mitglieder und Belegschaften zur Teilnahme. 

 

Muss ich Mitglied einer Gewerkschaft sein?

Nein. Eingeladen sind alle, die sich für gute Arbeit, eine verlässliche Rente, eine solidarische Gesundheitsversorgung und einen starken Sozialstaat einsetzen.

 

Kann ich mit einem Bus aus der Region fahren?

Ja. Es werden gemeinsame DGB-Busse angeboten. Abfahrtsorte, Abfahrtszeiten, freie Plätze und Anmeldung sind über die zentrale Aktionsseite erreichbar. 

 

Kann ich auch direkt nach Essen kommen?

Ja. Der Burgplatz ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wer am Demozug teilnehmen möchte, sollte rechtzeitig am Treffpunkt auf der Altendorfer Straße, Ecke Hans-Böckler-Straße sein.

 

Warum betrifft der Protest auch junge Beschäftigte?

Weil heutige Entscheidungen über Rentenniveau, Rentenalter, Befristungen, Arbeitszeiten und Sozialversicherungen ihre gesamte Erwerbsbiografie prägen. Ein niedrigeres Rentenniveau und ein höheres Rentenalter wären gerade für jüngere Generationen ein langfristiger Nachteil. 

 

Was kann ich selbst zur Mobilisierung beitragen?

Sprich Kolleg*innen persönlich an, teile den Link zur Busanmeldung in euren betrieblichen Gruppen, hänge den Termin am Schwarzen Brett aus und bilde eine gemeinsame Reisegruppe. Persönliche Ansprache ist entscheidend: Frage nicht nur, ob jemand von der Demo gehört hat, sondern konkret:„Fährst du am 26. September mit uns nach Essen?“

 

Aktiv werden

Jetzt anmelden, weitersagen und mitkommen

Die Ruhrpott-Rebellion lebt davon, dass wir nicht darauf warten, dass andere für uns handeln.
  • Melde dich für einen Bus an.
  • Nimm Kolleg*innen mit.
  • Teile den Aktionslink in deinen Gruppen.
  • Sprich in der Pause und in der Betriebsversammlung über den Aktionstag.
  • Organisiert eine gemeinsame betriebliche Delegation.
  • Bringt Fahnen, Schilder und eure Forderungen mit.
 
Hart verdient ist hart verdient. Unsere Arbeit. Unsere Gesundheit. Unsere Rente.
Am 26. September gemeinsam nach Essen!