WINNING BLW Duisburg Wir rufen Investoren auf, die Chance des Standorts zu nutzen!

Ein Jahr nach dem Insolvenzantrag braucht WINNING BLW in Duisburg-Wanheim endlich eine verlässliche Zukunft. Gemeinsam mit dem Betriebsrat rufen wir potenzielle Investoren auf: Nutzen Sie die industrielle Kompetenz, die qualifizierte Belegschaft und die Chancen dieses Standorts.

Mike Schraven (l.) und Ünsal Baser (r.)

6. Oktober 2026 6. Oktober 2026


Ein Jahr nach der Insolvenz: Duisburger Werk braucht eine Zukunft

Ein Jahr nach dem Insolvenzantrag der WINNING BLW GmbH richten wir gemeinsam mit dem Betriebsrat des Werks Duisburg-Wanheim einen klaren Appell an potenzielle Investoren: Dieser Standort hat eine Chance verdient.

Was jetzt gebraucht wird, ist ein Unternehmen mit Mut, einem langfristigen industriellen Konzept und der Bereitschaft, in den Standort und seine Beschäftigten zu investieren.

Nach Angaben des Managements ist die Auftragslage mindestens bis zum Ende des Jahres 2026 gesichert. Gleichzeitig laufen Gespräche mit interessierten Unternehmen und potenziellen Investoren. Für uns sind damit wichtige Voraussetzungen vorhanden, auf denen eine tragfähige Zukunft für das Duisburger Werk aufgebaut werden kann.

Eine Belegschaft, auf die Verlass ist

Die vergangenen zwölf Monate waren für die Kolleginnen und Kollegen von großer Unsicherheit geprägt. Trotzdem haben sie gezeigt, was in diesem Standort steckt.

Mike Schraven, Betriebsratsvorsitzender am Standort Duisburg, sagt:

„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben im vergangenen Jahr unter schwierigen Bedingungen bewiesen, dass auf sie Verlass ist. Sie verfügen über großes Fachwissen, langjährige Erfahrung und eine hohe Identifikation mit ihrem Werk. Auch die Aufträge sind nach Aussage des Managements mindestens bis zum Jahresende gesichert. Was wir jetzt brauchen, ist ein mutiger Investor, der die Chancen des Standortes erkennt und gemeinsam mit uns die Zukunft gestaltet.“

Der Standort verfügt über erfahrene und hoch qualifizierte Beschäftigte, gewachsene industrielle Strukturen und umfassende Kompetenzen in der Herstellung anspruchsvoller Schmiedeteile. Genau darin sehen wir eine echte industrielle Chance.

Es braucht mehr als eine kurzfristige Lösung

Für uns ist gleichzeitig klar: Eine Investorenlösung darf nicht darauf hinauslaufen, den Betrieb lediglich für einige Monate weiterzuführen. Wir brauchen eine langfristige Perspektive für Duisburg-Wanheim.

Dazu gehören ein überzeugendes industrielles Konzept, Investitionen in Maschinen und Infrastruktur sowie verlässliche Perspektiven für Beschäftigung und Ausbildung.

Ünsal Başer, Geschäftsführer der IG Metall Duisburg-Dinslaken, richtet deshalb einen direkten Appell an potenzielle Investoren:

„Die Voraussetzungen für eine Zukunft des Duisburger Werkes sind vorhanden: eine qualifizierte und engagierte Belegschaft, industrielle Erfahrung und eine nach Angaben des Managements gesicherte Auftragslage. Jetzt kommt es darauf an, einen Investor zu gewinnen, der unternehmerischen Mut zeigt und bereit ist, langfristig in Standort, Produkte und Menschen zu investieren. Unser Appell lautet: Prüfen Sie die Möglichkeiten, kommen Sie mit uns ins Gespräch und nutzen Sie die industrielle Chance, die dieser Standort bietet.“

Duisburg kann Industrie

Wir werden die laufenden Gespräche gemeinsam mit dem Betriebsrat weiterhin konstruktiv begleiten. Unser Ziel ist eine nachhaltige Investorenlösung, die das Werk erhält, notwendige Investitionen ermöglicht und den Kolleginnen und Kollegen endlich wieder eine verlässliche Perspektive gibt.

Denn für uns steht fest:

Duisburg kann Industrie. Dieses Werk hat eine Zukunft, wenn jetzt ein mutiger Investor die Chance ergreift