Metall-Tarifrunde 2026 Warnstreiks starten bei Benteler in Dinslaken

Die Warnstreiks der Metall- und Elektroindustrie erreichen Duisburg, Dinslaken und den Kreis Wesel. Den regionalen Auftakt macht am 2. November Benteler Steel/Tube in Dinslaken. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung bei zwölf Monaten Laufzeit.

Verhandlungsauftakt ME-NRW 2026
Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie haben begonnen. Auch in Duisburg, Dinslaken und im Kreis Wesel machen Beschäftigte jetzt Druck für ein deutlich besseres Angebot der Arbeitgeber. Den regionalen Auftakt macht heute Benteler Steel/Tube in Dinslaken. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld.
 
  • Forderung: 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung bei zwölf Monaten Laufzeit. 
  • Arbeitgeberangebot: 1,3 Prozent mehr Geld erst ab Juli 2028 sowie eine Einmalzahlung Mitte 2027, die nicht für alle Beschäftigten sicher wäre. Vorgesehene Gesamtlaufzeit: 26 Monate. 
  • Heute in Dinslaken: Die IG Metall ruft die Beschäftigten und Auszubildenden bei Benteler Steel/Tube zum Warnstreik von 12 bis 14 Uhr vor Tor 2, Luisenstraße 117, 46537 Dinslaken auf. 
  • Die Region macht Druck: Auch in Duisburg, Dinslaken und im Kreis Wesel sind Warnstreiks Teil der jetzt beginnenden Mobilisierung. Konkrete weitere Termine werden nach Bestätigung bekannt gegeben.

 

Jetzt beginnen die Warnstreiks

Jetzt wird aus der Forderung sichtbarer Druck: Nach dem aus Sicht der IG Metall völlig unzureichenden Angebot der Arbeitgeber hat die Tarifkommission der IG Metall NRW Warnstreiks beschlossen. Die Entscheidung der Tarifkommission fiel einstimmig. 
 
Bundesweit sind bis Ende dieser Woche Warnstreiks in mehr als 2.000 Betrieben geplant. 
 
In unserer Region fällt der Startschuss heute in Dinslaken. Die IG Metall ruft die Beschäftigten und Auszubildenden bei Benteler Steel/Tube im Werk Dinslaken von 12 bis 14 Uhr zum Warnstreik auf. Die Kundgebung findet vor dem Werkstor an der Luisenstraße 117 statt. 

 

Unsere Forderung ist klar: 5 Prozent mehr

Wir fordern 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dabei geht es nicht allein ums Geld. Die IG Metall will in dieser Tarifrunde auch Arbeitsplätze und Standorte sichern und Zukunftsperspektiven für die Metall- und Elektroindustrie schaffen. 
 
Dem steht ein Arbeitgeberangebot gegenüber, das aus unserer Sicht völlig unzureichend ist:
 
  • Eine Einmalzahlung Mitte 2027 in Höhe von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttos. Je nach Tarifgebiet entspricht das laut IG Metall etwa 555 bis 800 Euro. Die Zahlung soll zudem von der wirtschaftlichen Lage des Betriebs abhängig gemacht werden können. 
  • Nur 1,3 Prozent mehr Monatsentgelt ab 1. Juli 2028. 
  • Eine Laufzeit von insgesamt 26 Monaten bis Ende Dezember 2028. 
Das heißt für uns: zu wenig, zu spät und für eine viel zu lange Laufzeit.
Weitere Warnstreiks in der Region Duisburg, Dinslaken und Wesel werden folgen.