Beschäftigte machen Druck für 5 Prozent mehr! Warnstreiks bei Norgren und PINTSCH

Am Niederrhein beteiligen sich Beschäftigte an der Warnstreikwelle der Metall- und Elektroindustrie. Bei Norgren in Alpen und PINTSCH in Dinslaken waren laut IG Metall Duisburg-Dinslaken am 4. November rund 220 Beschäftigte dabei. Am 5. November folgen Aktionen bei Grillo und TROX.

Warnstreik-bei-Norgren in Alpen 2026

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 100 Beschäftigte bei Norgren in Alpen und 120 Beschäftigte bei PINTSCH in Dinslaken beteiligten sich laut IG Metall Duisburg-Dinslaken am 4. November an Warnstreiks. 
  • Die IG Metall fordert in der Tarifrunde 5 Prozent mehr Geld. Außerdem gehören Beschäftigungs- und Standortsicherung, eine soziale Komponente sowie eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in gut laufenden Unternehmen zum Forderungspaket. 
  • Die Arbeitgeber bieten bislang lediglich 1,3 Prozent mehr ab Juli 2028. Hinzu soll im Juli 2027 eine nach wirtschaftlicher Lage differenzierbare Einmalzahlung kommen. 
  • Am 5. November setzt die IG Metall Duisburg-Dinslaken die Aktionen bei Grillo in Duisburg und TROX in Neukirchen-Vluyn fort.

 

Beschäftigte in Alpen und Dinslaken setzen ein Zeichen

Die Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie wird am Niederrhein sichtbar: Am 4. November legten Beschäftigte bei Norgren in Alpen und PINTSCH in Dinslaken zeitweise die Arbeit nieder. Nach Angaben der IG Metall Duisburg-Dinslaken beteiligten sich 100 Beschäftigte bei Norgren und 120 bei PINTSCH. 
 
Damit sind die Aktionen vor Ort Teil einer bundesweiten Warnstreikwelle. Nach Angaben der IG Metall hatten sich bis zum 4. November bereits 191.000 Beschäftigte in fast 1.000 Betrieben beteiligt. Für die gesamte Woche waren Aktionen in mehr als 2.000 Betrieben geplant. 
 
Ünsal Başer, Geschäftsführer der IG Metall Duisburg-Dinslaken, sagt:
„Die Beschäftigten bei Norgren in Alpen senden heute ein unmissverständliches Signal an die Arbeitgeber: Wir erwarten ein faires und verhandlungsfähiges Angebot. 5 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sind angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten eine berechtigte Forderung.“
 

„Belegschaft steht geschlossen hinter der Forderung“

Auch die betrieblichen Interessenvertretungen vor Ort fordern Bewegung von der Arbeitgeberseite.
 
Sandra Jäger, Betriebsratsvorsitzende am Norgren-Standort Alpen:
„Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten täglich einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens und zur Zukunftsfähigkeit des Standortes Alpen. Dafür erwarten sie Respekt und eine faire Beteiligung. Der heutige Warnstreik zeigt: Die Belegschaft steht geschlossen hinter der Forderung nach 5 Prozent mehr Entgelt.“ 
 
Bei PINTSCH machte Betriebsratsvorsitzende Birgit Schlag deutlich:
„Wer sich täglich im Betrieb einsetzt, hat gute Arbeit, Respekt und echte Zukunftsperspektiven verdient und keine Unsicherheit darüber, was am Ende des Monats auf der Entgeltabrechnung steht.“ 
 

Heute geht es in Duisburg und Neukirchen-Vluyn weiter

Nach Alpen und Dinslaken folgen am 5. November 2026 weitere Warnstreiks im Bereich der IG Metall Duisburg-Dinslaken. 
 
Grillo Werke AG, Duisburg
9:30 bis 10:30 Uhr
Buschstraße 95, 47166 Duisburg 
 
TROX SE, Neukirchen-Vluyn
12:00 bis 15:00 Uhr
Heinrich-Trox-Platz, 47506 Neukirchen-Vluyn 
 
Damit erstrecken sich die Aktionen innerhalb von zwei Tagen über Alpen, Dinslaken, Duisburg und Neukirchen-Vluyn
 

Jetzt braucht es Bewegung

Die Beschäftigten zeigen mit den Warnstreiks, dass sie bereit sind, gemeinsam für ihre Forderungen einzustehen. Zugleich bleibt das Ziel eine Lösung am Verhandlungstisch.
Sabrina Jaeger, Geschäftsführerin der IG Metall Duisburg-Dinslaken, betont:
„Wir wollen einen Tarifabschluss, der den Namen auch verdient und Entgelterhöhungen haben immer was mit der Wertschätzung der eigenen Beschäftigten zu tun.“ 
Die IG Metall Duisburg-Dinslaken erwartet deshalb Bewegung von den Arbeitgebern und eine Lösung in den weiteren Tarifverhandlungen.