Starker Auftakt bei Benteler in Dinslaken Mehr als 120 Beschäftigte im Warnstreik

Starker Auftakt der Warnstreikwelle in Dinslaken: Mehr als 120 Beschäftigte von Benteler Steel/Tube haben am Montag, 2. November, die Arbeit niedergelegt. Damit machten sie deutlich: Das Angebot der Arbeitgeber reicht nicht.

Benteler_Warnstreik_2026
Jetzt geht's los: Mit einem starken Warnstreik bei Benteler Steel/Tube in Dinslaken ist am Montag die regionale Warnstreikwelle der IG Metall Duisburg-Dinslaken gestartet. 
 

Beschäftigte erwarten dauerhaft mehr Geld

Ünsal Başer, Geschäftsführer der IG Metall Duisburg-Dinslaken, machte beim Auftakt deutlich: „Unsere Geduld hat ein Ende! Wir sind bereit, auch für Streit.“ 
 
Die Tarifbewegung 2026 sei in vollem Gange. Gerade in der aktuellen schwierigen Situation müssten die Arbeitgeber Verantwortung für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie übernehmen, betonte Ünsal Başer.
 
Auch aus dem Betrieb kommt eine klare Botschaft. Ferhat Tabik, Vorsitzender der IG Metall-Vertrauensleute im Dinslakener Werk von Benteler Steel/Tube, fordert von den Arbeitgebern Bewegung. 
 
„Die Beschäftigten erwarten völlig zu Recht einen Ausgleich für die rasant gestiegenen Lebenshaltungskosten und eine deutliche und dauerhafte Erhöhung der Einkommen.“ 
 
Das bisherige Angebot werde der Belastung durch die Preissteigerungen nicht gerecht. Die Arbeitgeber müssten deshalb in der nächsten Verhandlungsrunde nachbessern und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, so Ferhat Tabik. 
 

Dinslaken ist Teil eines starken Warnstreikauftakts

Der Warnstreik bei Benteler Steel/Tube ist Teil einer breiten Bewegung. In Nordrhein-Westfalen hatten sich bis Montag um 14 Uhr bereits 3.975 Beschäftigte aus 33 Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Neben Dinslaken fanden unter anderem Aktionen in Gelsenkirchen, Köln, Witten, Langenfeld, Hamm und Lengerich statt. 
 
Bundesweit nahm die Warnstreikwelle am Montag mit mehr als 200 Aktionen Fahrt auf. Im Laufe dieser Woche sollen Warnstreiks in mehr als 2.000 Betrieben stattfinden. 
 
Damit ist klar: Die mehr als 120 Warnstreikenden in Dinslaken stehen nicht allein. Sie sind Teil einer bundesweiten Tarifbewegung.
 
Ünsal Başer machte in Dinslaken deutlich, dass das Ziel der IG Metall ein guter Tarifabschluss und nicht der Arbeitskampf um seiner selbst willen ist. Bewegen sich die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlung jedoch nicht, werde die Gewerkschaft ihre Entschlossenheit nötigenfalls durch eine Ausweitung des Arbeitskampfes zeigen. 
 
Genau dafür sind die Warnstreiks wichtig: Sie zeigen den Arbeitgebern, dass die Forderungen nicht nur von den Verhandlungskommissionen kommen, sondern von den Beschäftigten in den Betrieben getragen werden.
 

Nach Dinslaken geht es in der Region weiter

Der Warnstreik bei Benteler Steel/Tube war der Auftakt. Die IG Metall Duisburg-Dinslaken hat bereits weitere Aktionen angekündigt. 
 
Für den 3. November von 11:30 bis 13:00 Uhr ist eine Kundgebung bei Siemens Energy Global GmbH & Co. KG am Wolfgang-Reuter-Platz 4 in Duisburg angekündigt. Beginn der Kundgebung vor dem Haupteingang ist um 11:30 Uhr. Als Rednerinnen sind Sabrina Jaeger-Kruschinski und Alina Schmiemann angekündigt. 
 
Ab dem 3. November sollen zudem weitere Beschäftigte aus Betrieben in Duisburg und im Kreis Wesel zu Aktionen aufgerufen werden.