Duisburg-Dinslaken macht Druck für 5 Prozent Tarifrunde 2026: Auftakt in Düsseldorf für NRW

Die Tarifrunde 2026 der Metall- und Elektroindustrie in NRW ist gestartet. Bei der ersten Verhandlung am 7. Oktober in Düsseldorf legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Aus Duisburg und Dinslaken waren drei ehrenamtlich Aktive dabei.

Warnstreik Siemens Energy Duibsurg
 
Die Tarifrunde 2026 der Metall- und Elektroindustrie in NRW ist gestartet. Bei der ersten Verhandlung am 7. Oktober in Düsseldorf legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung für zwölf Monate. Aus Duisburg und Dinslaken waren drei ehrenamtlich Aktive dabei. 
 
  • 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung fordert die IG Metall bei zwölf Monaten Laufzeit.
  • Die Arbeitgeber legten bei der ersten Verhandlung kein Angebot vor. 
  • Zusätzlich will die IG Metall über Beschäftigungs- und Standortsicherung, eine tarifliche Gewinnbeteiligung in besonders erfolgreichen Betrieben und eine soziale Komponente für untere Entgeltgruppen sprechen. 
  • Die zweite Verhandlung ist für den 27. Oktober 2026 vorgesehen. 
  • Für die IG Metall Duisburg-Dinslaken waren Alina Schiemann von Siemens Energy, Ferhat Tabik von Benteler Steel/Tube und Birgit Schlag von Pintsch bei der ersten Runde in Düsseldorf dabei.

     

Auftakt in Düsseldorf: Arbeitgeber bleiben ohne Angebot

Die Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen ist eröffnet. Am Mittwoch, 7. Oktober, trafen IG Metall und Arbeitgeber zur ersten Verhandlungsrunde in Düsseldorf zusammen. Ein Angebot der Arbeitgeber gab es zum Auftakt nicht. 
 
Die IG Metall hat ihre Forderung nach 5 Prozent höheren Entgelten und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten begründet. Für die Gewerkschaft geht es dabei nicht nur um mehr Geld. Auch sichere Arbeitsplätze und Standorte gehören in dieser Tarifrunde auf die Tagesordnung. Hinzu kommen die Forderungen nach einer tariflichen Gewinnbeteiligung für Beschäftigte und Auszubildende in wirtschaftlich besonders erfolgreichen Betrieben sowie einer sozialen Komponente, von der insbesondere die unteren Entgeltgruppen profitieren sollen. 
 
Knut Giesler, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall NRW, bezeichnete das fehlende Angebot der Arbeitgeber angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung und der Leistungen der Beschäftigten als enttäuschend. Die Kolleginnen und Kollegen hätten in schwierigen Jahren Verantwortung übernommen und erwarteten nun zu Recht Anerkennung. 
 

IG Metall Duisburg-Dinslaken in Düsseldorf vertreten

Die Tarifrunde wird nicht nur von hauptamtlichen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern getragen. Entscheidend sind die Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben, die Erfahrungen und Erwartungen ihrer Belegschaften in die Tarifbewegung einbringen.
 
Bei der ersten Verhandlungsrunde waren für die IG Metall Duisburg-Dinslaken drei ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen mit dabei:
 
  • Alina Schiemann, IG Metall-Vertrauenskörperleiterin bei Siemens Energy in Duisburg
  • Ferhat Tabik, IG Metall-Vertrauenskörperleiter bei Benteler Steel/Tube in Dinslaken
  • Birgit Schlag, Betriebsratsvorsitzende bei Pintsch in Dinslaken
Damit war unsere Geschäftsstelle mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Betrieben der Region beim Verhandlungsauftakt vertreten.
 
Ihr Einsatz zeigt auch, worauf es in einer Tarifrunde ankommt: Tarifverträge entstehen nicht irgendwo am grünen Tisch. Ihre Durchsetzungskraft kommt aus den Betrieben.
 

Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug

Nach dem Auftakt ohne Angebot erwartet die IG Metall Bewegung von der Arbeitgeberseite. Bei der zweiten Verhandlung am 27. Oktober sollen die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.
 
Bis dahin kommt es darauf an, die Forderungen in den Betrieben weiter zu diskutieren und sichtbar zu machen.
Weil du zählst! - Der IG Metall-Talk

Im "IG Metall Talk" spricht unsere Moderatorin Jacqueline Sternheimer mit der Ersten Vorsitzenden der IG Metall, Christiane Benner, und Nadine Boguslawski über die ME-Tarifrunde 2026.