Inklusion ist nicht verhandelbar
Der neue Teilhabebericht der IG Metall zeigt: Stellenabbau und Umstrukturierungen treffen Beschäftigte mit Behinderung besonders. Für die IG Metall Duisburg-Dinslaken ist klar: Transformation muss Beschäftigung sichern und Teilhabe ermöglichen.
Das Wichtigste in Kürze
- In 83 Prozent der von der IG Metall befragten Betriebe wächst die Unsicherheit für Beschäftigte mit Behinderung.
- 84 Prozent nennen Stellenabbau und Umstrukturierungen als wesentliche Ursache.
- 44 Prozent berichten vom Wegfall von Arbeitsplätzen behinderter Beschäftigter.
- Im Oktober und November 2026 finden die regelmäßigen SBV-Wahlen statt.
Beschäftigte mit Behinderung unter Druck
Transformation, Restrukturierung und Stellenabbau verändern aktuell viele Betriebe. Der Teilhabebericht 2025 der IG Metall macht deutlich, dass Beschäftigte mit Behinderung dabei besonderen Risiken ausgesetzt sind.
Eine bundesweite IG-Metall-Befragung unter 994 Betrieben mit Schwerbehindertenvertretung unterstreicht das: In 83 Prozent der Betriebe wächst die Unsicherheit. Als Hauptursache nennen 84 Prozent Stellenabbau und Umstrukturierungen. In 44 Prozent der Betriebe fallen nach Angaben der befragten SBVen Arbeitsplätze behinderter Beschäftigter weg.
Gute Arbeit muss für alle möglich sein
Für die IG Metall heißt das: Wer aufgrund einer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkung einen angepassten Arbeitsplatz benötigt, darf bei betrieblichen Veränderungen nicht ins Abseits geraten.
Notwendig sind Beschäftigungssicherung, barrierefreie und gesundheitsgerechte Arbeitsplätze, Qualifizierung sowie ein funktionierendes Betriebliches Eingliederungsmanagement. Der Teilhabebericht 2025 fordert beim BEM unter anderem einen individuellen Rechtsanspruch, qualitative Mindeststandards und Sanktionen bei Verstößen der Arbeitgeber.
Starke SBV auch in Duisburg-Dinslaken
Gerade in unserer industriell geprägten Region müssen Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen bei Veränderungen frühzeitig beteiligt werden. Entscheidend ist: Bleiben geeignete Arbeitsplätze erhalten? Sind neue Arbeitsplätze barrierefrei? Werden Qualifizierung und gesundheitliche Einschränkungen berücksichtigt?
Eine starke Schwerbehindertenvertretung ist dafür unverzichtbar. Eine SBV kann in Betrieben mit mindestens fünf schwerbehinderten oder gleichgestellten Beschäftigten gewählt werden.
SBV-Wahlen 2026: Jetzt aktiv werden
Im Oktober und November 2026 stehen die regelmäßigen Wahlen der Schwerbehindertenvertretungen an.
Für die IG Metall Duisburg-Dinslaken ist das ein wichtiger Anlass, Teilhabe in den Betrieben zu stärken. Von einer starken SBV profitieren nicht nur schwerbehinderte und gleichgestellte Kolleginnen und Kollegen. Sie trägt dazu bei, Arbeit gesundheitsgerecht und zukunftsfest zu gestalten. Du bist in der SBV aktiv, möchtest kandidieren oder hast Fragen zur Wahl? Sprich uns an. Die IG Metall unterstützt dich.