Rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich an der Demonstration und Kundgebung der Ruhrpott-Rebellion am Samstag 04. Juli 2026 in Duisburg und machten deutlich: Der Ruhrpott lässt sich nicht gegeneinander ausspielen.
Der Demonstrationszug startete am DGB-Haus am Stapeltor und zog durch die Duisburger Innenstadt bis zum König-Heinrich-Platz vor dem Theater Duisburg. Dort fand die zentrale Kundgebung statt. Bereits am Morgen zeigte sich: Die Mobilisierungskraft der Gewerkschaften und Bündnispartener sowie insbesondere der IG Metall ist ungebrochen. Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben der Region, aus der Stahlindustrie, dem Handel, dem Dienstleistungsbereich und vielen weiteren Branchen waren gekommen, um gemeinsam für soziale Gerechtigkeit einzutreten.
„Wir setzen ein starkes Zeichen“
Für die IG Metall Duisburg-Dinslaken zog Geschäftsführer Karsten Kaus ein positives Fazit:
„Mit dieser Demonstration setzen wir ein starkes Zeichen. Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Menschen die Angriffe auf den Sozialstaat und die Rechte der Beschäftigten nicht akzeptieren.“
Die Ruhrpott-Rebellion richtet sich gegen politische Vorschläge, die längere Arbeitszeiten, eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters, Einschnitte bei der Altersteilzeit sowie Kürzungen sozialer Leistungen vorsehen. Wir kritisieren insbesondere eine Politik, die die Lasten gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Krisen einseitig auf Beschäftigte, Rentnerinnen und Rentner sowie Familien abwälzt.
Klare Botschaft: Sozialstaat stärken statt abbauen
In den Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, dass soziale Sicherheit, gute Arbeit und ein leistungsfähiger Sozialstaat keine Kostenfaktoren, sondern Voraussetzungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stabilität sind. Hauptredner Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, kritisierte die geplanten Reformen scharf und warnte vor einer Vertiefung der sozialen Spaltung in Deutschland.
Die Ruhrpott-Rebellion fordert stattdessen:
- den Erhalt und Ausbau sozialer Sicherungssysteme,
- eine solidarische Rentenversicherung für alle,
- den Schutz bestehender Arbeitnehmerrechte,
- eine gerechtere Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften,
- Investitionen in Bildung, Gesundheit, Pflege und öffentliche Infrastruktur.
Der Ruhrpott steht zusammen
Die Demonstration war geprägt von Solidarität, Entschlossenheit und einer kämpferischen Stimmung. Delegationen zahlreicher Betriebe, Betriebsräte und Gewerkschaften machten deutlich, dass die Verteidigung des Sozialstaats keine Einzelinteressen vertritt, sondern eine Frage von Gerechtigkeit, Respekt und Zukunftsperspektiven für alle Beschäftigten ist.
Die Ruhrpott-Rebellion versteht sich dabei nicht als einmalige Protestaktion. Vielmehr soll sie der Auftakt einer breiten Bewegung für soziale Gerechtigkeit im Ruhrgebiet sein. Weitere Aktionen und Veranstaltungen in verschiedenen Städten der Region sind bereits angekündigt.
Das war erst der Anfang
Karsten Kaus machte in Duisburg deutlich, dass der Protest weitergehen wird:
„Mit der Ruhrpott-Rebellion sind wir in Duisburg mit einem Riesensignal gestartet. Aber wir brauchen einen langen Atem, um den Widerstand gegen Sozialabbau fortzusetzen.“
Die IG Metall Duisburg-Dinslaken bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Betriebsräten, Vertrauensleuten sowie den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern aus Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen.
Gemeinsam haben wir gezeigt: Der Ruhrpott hält zusammen.
Für Würde. Für Solidarität. Für Zukunft.
Hände weg vom Sozialstaat – www.ruhrpott-rebellion.com