Protest gegen Kürzungskurs und Angriffe auf Tarifstandards Mercedes-Benz Sprinterwerk: Zukunft sichern statt Standards abbauen!

Mit einer kraftvollen Kundgebung haben heute Tausende Beschäftigte am Mercedes-Benz Standort Düsseldorf und an allen weiteren Mercedes-Benz-Standorten bundesweit ein deutliches Zeichen gesetzt: Für sichere Arbeitsplätze, starke Standorte und den Erhalt tariflicher Standards.

Mercedes-Benz Sprinterwerk

IG Metall Duisburg-Dinslaken unterstützt Protest gegen Kürzungskurs und Angriffe auf Tarifstandards

 
Die IG Metall Duisburg-Dinslaken zeigte sich vor Ort solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen im Düsseldorfer Sprinterwerk und unterstützte deren berechtigte Proteste.
 
Unter dem Motto „Jetzt reicht's! Standorte sichern, Tarifstandards verteidigen!“ beteiligten sich bundesweit mehr als 33.000 Beschäftigte an den Aktionen der IG Metall. Anlass sind die aktuellen Pläne des Mercedes-Benz-Managements, die unter anderem längere Arbeitszeiten, Einschnitte bei tariflichen Leistungen und weitere Belastungen für die Beschäftigten vorsehen. Gleichzeitig kritisieren Betriebsräte und Gewerkschaft die hohe Dividendenpolitik des Konzerns sowie fehlende Perspektiven für die deutschen Standorte.
 

Beschäftigte sind nicht das Problem – sie sind die Lösung

Gerade die Beschäftigten haben Mercedes-Benz in den vergangenen Jahren durch Krisen, Transformation und wirtschaftlich schwierige Zeiten getragen. Statt Anerkennung erleben viele Kolleginnen und Kollegen nun Diskussionen über unbezahlte Arbeitszeitverlängerungen, Einschnitte bei Leistungen sowie Unsicherheit über die Zukunft ihrer Standorte.
 
Die IG Metall macht deutlich: Wer die Zukunftsfähigkeit der Automobilindustrie sichern will, muss in innovative Produkte, neue Technologien und die Beschäftigten investieren – nicht Tarifstandards infrage stellen. Die Forderungen nach einer Ausweitung der Arbeitszeit auf 40 Stunden ohne entsprechenden Ausgleich sind der falsche Weg und gefährden das Vertrauen der Belegschaften.
 

Düsseldorf sendet ein starkes Signal

Das Düsseldorfer Sprinterwerk war heute einer der zentralen Orte der bundesweiten Protestwelle. Hier machte die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, deutlich, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht durch Verschlechterungen für Beschäftigte entsteht, sondern durch Investitionen in die Zukunft der Industrie. Gleichzeitig forderte sie von Politik und Unternehmen klare Standortzusagen und eine aktive Industriepolitik für Deutschland.
 
Die Kundgebung in Düsseldorf steht stellvertretend für die Sorgen vieler Beschäftigter in der Automobilindustrie. Sinkende Gewinne, internationale Wettbewerbsherausforderungen und Transformationsdruck dürfen nicht dazu führen, dass die Lasten einseitig auf die Beschäftigten abgewälzt werden.
 

Solidarität aus Duisburg und Dinslaken

Für die IG Metall Duisburg-Dinslaken ist klar: Angriffe auf tarifliche Rechte und gute Arbeitsbedingungen bei Mercedes-Benz betreffen die gesamte Industrie. Starke Tarifverträge, gute Arbeit und sichere Beschäftigung sind die Grundlage für erfolgreiche Industriestandorte – in Düsseldorf, Duisburg, Dinslaken, Wesel und weit darüber hinaus.

Deshalb haben wir heute gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Düsseldorfer Sprinterwerk Flagge gezeigt. Ihre Forderungen nach Zukunftssicherheit, Investitionen und Respekt für die Belegschaften sind berechtigt und verdienen unsere volle Unterstützung.

Unsere Botschaft an das Management von Mercedes-Benz lautet: Zukunft entsteht nicht durch Sparprogramme auf Kosten der Beschäftigten. Zukunft entsteht durch Investitionen, Innovationen und starke Standorte mit guten Arbeitsbedingungen.

Solidarität ist unsere Stärke – heute in Düsseldorf und morgen überall dort, wo Beschäftigte für ihre Zukunft kämpfen.