Historischer Meilenstein bei Kubota Brabender Technologie. Bei insgesamt 183 Wahlberechtigten stellten sich 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Zu vergeben waren sieben Betriebsratsmandate. Das große Interesse an der Wahl und die hohe Beteiligung machen deutlich: Die Belegschaft möchte ihre Zukunft aktiv mitgestalten und ihre Interessen durch eine demokratisch legitimierte Vertretung wirksam wahrnehmen.
Starkes Signal für Mitbestimmung
Die Betriebsratswahl wurde auf Wunsch der Beschäftigten initiiert und durch ehrenamtlich Aktive sowie hauptamtliche Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall Duisburg-Dinslaken begleitet. Besonders erfreulich: Eine Mehrheit der gewählten Mandate entfällt auf Kolleginnen und Kollegen, die Mitglied der IG Metall sind.
„183 Wahlberechtigte, 15 Kandidierende, sieben Mandate und eine Wahlbeteiligung von rund 90 Prozent – diese Zahlen sprechen für sich. Die Kolleginnen und Kollegen haben eindrucksvoll gezeigt, dass Mitbestimmung bei Kubota Brabender Technologie gewollt ist. Dazu gratulieren wir der gesamten Belegschaft herzlich“, erklärt die IG Metall Duisburg-Dinslaken.
Respektvoller und konstruktiver Wahlprozess
Die IG Metall bedankt sich ausdrücklich bei der Betriebsleitung der Kubota Brabender Technologie GmbH und insbesondere bei Geschäftsführer Bruno Dautzenberg für die professionelle und konstruktive Begleitung des Wahlprozesses.
Von Beginn an wurde der Wunsch der Beschäftigten nach einer gewählten Interessenvertretung respektiert und unterstützt. Das Unternehmen stellte nicht nur die notwendigen organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Wahl sicher, sondern ermöglichte auch einen offenen Informationsaustausch. So konnte die IG Metall die Belegschaft umfassend über die Aufgaben eines Betriebsrats, die Rolle von Gewerkschaften sowie die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern informieren.
Dieses respektvolle Miteinander hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Wahl erfolgreich, transparent und mit großer Unterstützung der Belegschaft durchgeführt werden konnte.
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Standorts
Ünsal Başer, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Duisburg-Dinslaken, bewertet die Wahl als bedeutenden Schritt für die Zukunft des Unternehmens:
„Die erstmalige Wahl eines Betriebsrats bei Kubota Brabender Technologie ist ein großer Erfolg für die Beschäftigten und Ausdruck einer lebendigen demokratischen Betriebskultur. Die Kolleginnen und Kollegen haben ihr Mitbestimmungsrecht wahrgenommen und damit die Grundlage geschaffen, ihre Interessen künftig auf Augenhöhe gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Besonders bemerkenswert sind die hohe Wahlbeteiligung und die große Zahl an Kandidierenden. Beides zeigt, wie stark der Wunsch nach Mitbestimmung und wie groß der Rückhalt für den neuen Betriebsrat in der Belegschaft ist.“
Gleichzeitig verweist Başer auf die Verantwortung des neu gewählten Gremiums:
„Mit der Wahl beginnt nun die eigentliche Arbeit. Die Beschäftigten haben ihren Vertreterinnen und Vertretern großes Vertrauen ausgesprochen. Jetzt liegt es an den gewählten Betriebsrätinnen und Betriebsräten, die Interessen der Kolleginnen und Kollegen engagiert, sachlich und verantwortungsvoll gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten. Die IG Metall wird sie dabei auch künftig mit Rat, Qualifizierung und gewerkschaftlicher Unterstützung begleiten.“
Traditionsunternehmen mit Wurzeln in Duisburg
Kubota Brabender Technologie gehört zu den international führenden Herstellern von Dosier- und Schüttguttechnik. Das Unternehmen entwickelt und produziert in Duisburg Anlagen und Systeme für unterschiedlichste Branchen – von der Kunststoff- und Lebensmittelindustrie bis hin zur Pharma- und Baustoffindustrie. Die Unternehmensgeschichte reicht bis in die 1950er Jahre zurück, seit 2022 gehört das Unternehmen vollständig zur japanischen Kubota-Gruppe.
Der Standort in Duisburg steht seit Jahrzehnten für technologische Kompetenz, Innovation und industrielle Wertschöpfung. Mit der erstmaligen Wahl eines Betriebsrats wird nun auch die betriebliche Mitbestimmung dauerhaft gestärkt.
Positives Signal weit über Kubota hinaus
Für die IG Metall Duisburg-Dinslaken ist die erfolgreiche Betriebsratsgründung mehr als nur ein Erfolg an einem einzelnen Standort. Sie zeigt, dass Beschäftigte ihre Mitbestimmungsrechte aktiv nutzen und Verantwortung für die Zukunft ihres Betriebes übernehmen wollen.
Der neu gewählte Betriebsrat wird künftig die Interessen der Belegschaft bündeln, Beteiligungsrechte wahrnehmen und zur konstruktiven Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen. Damit setzt die Wahl auch ein wichtiges Zeichen für Beschäftigte anderer Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie sowie in den weiteren von der IG Metall betreuten Branchen.
IG Metall unterstützt bei der Gründung von Betriebsräten
Beschäftigte, die ebenfalls über die Gründung eines Betriebsrats nachdenken oder Fragen zu ihren Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechten haben, können sich jederzeit vertrauensvoll an die IG Metall Duisburg-Dinslaken wenden.
Wer den Wunsch nach einer starken betrieblichen Interessenvertretung hat, sollte diesen Weg nicht allein gehen. Die IG Metall unterstützt Beschäftigte dabei, Mitbestimmung im Betrieb zu verwirklichen. Unsere Beratung erfolgt vertraulich, kompetent und mit langjähriger Erfahrung bei der Gründung und Begleitung von Betriebsräten.