09. Juni 2026 Er ist wieder da - der Angriff auf den 8-Stunden-Tag.

Die Bundesregierung plant längere Arbeitszeiten und mehr „Flexibilität“. Arbeitgeber fordern mehr Leistung. Die IG Metall warnt: Der 8‑Stunden‑Tag schützt die Gesundheit. Längere Arbeitstage erhöhen Unfallrisiko und Burnout-Gefahr – deshalb gilt: Hände weg vom Schutzstandard!

HKM Demo bei Thyssenkrupp (Aktionärsversammlung in Bochum am 30.01.26)

Arbeitszeit und Gesundheit: Warum der 8‑Stunden-Tag wichtig bleibt

 

Die Diskussion um längere Arbeitszeiten ist zurück: Die Bundesregierung plant, die tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer wöchentlichen Grenze von 48 Stunden flexibler zu gestalten. Das klingt nach mehr Freiheit – birgt aber erhebliche Risiken für Beschäftigte.

Was geplant ist: Künftig könnten statt fester täglicher Grenzen längere Arbeitstage möglich werden. Arbeitstage von über 12 Stunden wären realistisch. In Spitzenzeiten könnten bis zu 73 Wochenstunden anfallen (im Durchschnitt ausgeglichen).

Die wichtigsten Punkte:

  • Gesundheitsrisiken steigen: mehr Stress, Burnout und Erkrankungen
  • Unfallgefahr nimmt zu: deutlich höher nach langen Arbeitstagen
  • 8‑Stunden-Tag schützt: zentrale Grundlage für Sicherheit und Erholung
  • Flexibilität besteht bereits: bis 10 Stunden täglich heute möglich
  • Mehrheit lehnt lange Tage ab: Beschäftigte wollen planbare Arbeitszeiten

Mehr in unserem Fakteblatt findet ihr unten zum Download

6 sehr gute Gründe für den 8-Stunden-Tag

In diesem Faktenblatt fassen wir die Pläne der Bundesregierung zusammen und nennen gute Gründe, warum die Mindest-standards des Arbeitszeitgesetzes erhalten bleiben sollten. Wir zeigen: Die geplante Reform ist nicht nur unnötig, sondern auch riskant für die Gesundheit der Beschäftigten.