Am 2. Mai jährt sich die Erstürmung der Gewerkschaftshäuser Gedenken zum 2. Mai 1933 am Stolperstein von Michael Rodenstock

Die IG Metall Duisburg-Dinslaken und die Ver.Di Duisburg-Niederrhein laden zum Gedenken an den 2. Mai 1933 am Stolperstein von Michael Rodenstock in Duisburg-Wanheimerort ein.

Kundgebung der SPD am 30. Juni 1932 im Stadion Hamborn: Vorrne, 2. von rechts: Michael Rodenstock.

28. April 2025 28. April 2025


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 2. Mai jährt sich die Erstürmung der Gewerkschaftshäuser und somit die Zerschlagung der freien Gewerkschaften.

In Duisburg wurde diese angebliche „Gleichschaltung“ mit unermesslicher Brutalität durchgeführt: Die Funktionsträger der Gewerkschaften wurden in den Sitzungssaal des Gewerkschaftshauses an der Ruhrorter Straße gesperrt und einzeln im Keller verhört – Schläge und Folter waren bei diesen Verhören die Normalität. Vier unserer Kollegen wurden an diesem Tag brutal ermordet:

Johann Schlösser, Julius Birck, Michael Rodenstock und Emil Rentmeister

Sie kehrten aus dem Verhör nie wieder zurück. Sie wurden gefoltert und auf einem Kohlenhaufen im Keller liegengelassen, wo sie qualvoll verstarben. Ihren Angehörigen wurde mitgeteilt, sie seien verschwunden.

Die IG Metall Duisburg-Dinslaken und die Ver.Di Duisburg-Niederrhein laden zum Gedenken an den 2. Mai 1933 am Stolperstein von Michael Rodenstock in Duisburg-Wanheimerort ein.

Michael Rodenstock war aktiv im Deutschen Metallarbeiterverband (heute IG Metall) und später Sekretär des Gesamtverbandes der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe (später ÖTV, heute Ver.Di). Als Stadtverordneter der SPD, USPD und KPD hat er sich klar gegen den Faschismus gestellt. Zudem war Michael Rodenstock 1. Vorsitzender des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Duisburg-Wanheimerort sowie des SPD Distrikt Wanheimerort.

 

Wann?                 2. Mai 2025
                              12:30 Uhr

 

Wo?                     Ginsterstr. 14
                             47055 Duisburg


Michael Rodenstock