Wirtschaft ist Care Thementag bei thyssenkrupp Steel zeigt neue Perspektiven auf Industriearbeit

Unter dem Motto „Industriearbeit und CARE Ökonomie – das Beispiel Stahl“ fand auf dem Werksgelände von thyssenkrupp Steel ein inspirierender Thementag statt, der eindrucksvoll zeigte, wie Fürsorge und wirtschaftliches Handeln miteinander verbunden werden können.

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28. August 2025 28. August 2025


Im Inklusionscafé Stulle & Stahl trafen sich zwölf Teilnehmende aus der Mitbestimmung von tkSE, der Kirche sowie weitere Interessierte, um gemeinsam zu diskutieren, was „Wirtschaft“ im Sinne von Care bedeutet. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie können wir wirtschaften, indem wir die Bedürfnisse der Menschen in den Fokus stellen – für uns selbst, füreinander und für die Gesellschaft?

Einblicke in die gelebte Praxis boten die Inklusionswerkstätten von thyssenkrupp Steel – darunter Tischlerei, Metallbau, Fahrradwerkstatt, Textil, Leder, Druck und Gravur. Hier arbeiten Kolleg*innen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll einsatzfähig sind, aber weiterhin aktiv zur Wertschöpfung beitragen. Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten stehen im Vordergrund – sie fertigen Produkte, reparieren und setzen Dinge instand. Besonders hervorzuheben ist die Schneiderei, in der hochwertige Textilien entstehen, die über den Onlineshop „Grubenhelden“ vertrieben werden.

Diese Form der Arbeit ist eine echte Win-Win-Win-Situation: für die Kolleg*innen, das Unternehmen und die Gesellschaft. Die Beschäftigten sind bis zu 24 Monate tätig und durch den Manteltarifvertrag (MTV 16) sozial abgesichert.

Die Veranstaltung machte deutlich: Inklusion und Fürsorge sind auch in der Industrie möglich, wenn Unternehmen, Personalverantwortliche und Mitbestimmung gemeinsam an einem Strang ziehen – gerade in Zeiten, in denen Errungenschaften wie die Montanmitbestimmung und Tarifautonomie unter Druck geraten.

Wir laden alle ein, Teil dieser Bewegung zu werden – mit eurer Gewerkschaft, für eine Wirtschaft, die Care lebt!