Am 23. und 24. September fand in Berlin die erste industriepolitische Konferenz der IG Metall statt – ein bedeutsamer Schritt. Vertreterinnen und Vertreter aus Gewerkschaft, Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um über die drängenden Fragen der deutschen Industrie zu sprechen. Denn klar ist: Monatlich gehen rund 12.000 Industriearbeitsplätze verloren. 
Ein starkes Symbol der Tagung war die mittlerweile bekannte „Flamme der Solidarität“, die seit dem bundesweiten IG Metall‑Aktionstag im März durch Betriebe getragen wurde und nun in Berlin ankam. Sie steht für Zusammenhalt, für sichere Arbeitsplätze und für die Forderung nach klaren politischen Rahmenbedingungen.
IG Metall‑Vorsitzende Christiane Benner verdeutlichte: „Es ist fünf nach zwölf, deshalb bekommen Sie von uns eine Uhr geschenkt.“ Damit machte sie deutlich, wie dringlich die Situation ist – und dass die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert ist.
Für die Region Duisburg‑Dinslaken gilt: Die Sorgen um Arbeitsplätze, Industriekern und Zukunftsfähigkeit der Stahl‑ und Metallbetriebe sind hier besonders spürbar. Ünsal Baser, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Duisburg‑Dinslaken, bringt es auf den Punkt: „Was in Berlin diskutiert wurde, betrifft uns hier in Duisburg direkt. Es geht nicht nur um Rahmenbedingungen irgendwo – es geht um unsere Betriebe, unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Zukunft. Jetzt räumen wir nicht nur mit Symbolen auf, sondern fordern sichtbare Investitionen, Planungssicherheit und echte Beteiligung.“
Die Konferenz zeigte klar: Eine starke Industrie braucht nicht nur Technik und Investitionen – sie braucht Menschen, mitbestimmt und gut eingebunden. Entscheidend sind klare politische Vorgaben, echte Transformationsstrategien und tarifgebundene Arbeit. In Berlin diskutiert – in Duisburg umgesetzt.