Nach intensiven Verhandlungen wurde eine wichtige Einigung zur Zukunft der HKM erzielt: Die Salzgitter AG plant, die HKM ab dem 01.06.2026 als alleinige Gesellschafterin weiterzuführen. Damit ist ein entscheidender Schritt gelungen, um die Zukunft des Standorts und einen Teil der Arbeitsplätze abzusichern.
Was für die Beschäftigten besonders wichtig ist
Die Vereinbarung gibt der HKM und den Kolleginnen und Kollegen eine klare und positive Perspektive:
- Mit der Einbindung in den Salzgitter-Konzern kann die HKM künftig Teil der Transformation hin zu einer CO₂-armen Stahlproduktion werden.
- Die Brammenbelieferung an thyssenkrupp Steel ist bis Ende 2028 sichergestellt.
- Die finale Umsetzung steht noch unter dem Vorbehalt von Gremienzustimmungen und weiterer formaler Schritte – dennoch ist die Einigung ein starkes Signal für Stabilität und Zukunftsfähigkeit.
Die IG Metall wird die Beschäftigten der HKM am kommenden Mittwoch ausführlich über die nächsten Schritte informieren.
Zugleich gilt: Diese Einigung wäre ohne den Rückhalt und den Einsatz der Belegschaft nicht möglich gewesen.
Die IG Metall dankt ausdrücklich für die Unterstützung in den vergangenen Wochen.
Stimmen zur Einigung
Karsten Kaus, Geschäftsführer der IG Metall Duisburg-Dinslaken:
„Mit der Einigung der Gesellschafter fällt uns allen ein großer Stein vom Herzen. Damit bleibt Duisburg der größte Stahlstandort Europas. Das ist ein gutes Signal in die Belegschaft, in die Region und für den Stahl in Deutschland. Ich bedanke mich besonders bei der Belegschaft, unseren Aktiven und Betriebsräten, die in diesen angespannten Monaten an unserer Seite gestanden haben.“
Thomas Hay, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender HKM:
„Wir freuen uns riesig über die Einigung und sind dankbar, dass die Gesellschafter unserem Vorschlag einer externen Mediation gefolgt sind. Nach schwierigen Gesprächen und Auseinandersetzungen beginnt jetzt die eigentliche Arbeit. Gemeinsam liegt es an uns, dafür zu sorgen, dass das Geschäftsmodell der Salzgitter AG für die HKM trägt. Damit sichern wir gute industrielle Arbeitsplätze und stärken den industriellen Kern in NRW.”
Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW:
„Die Fortführung von HKM ist ein gutes Signal für den Stahlstandort NRW. Es wird trotzdem ein schwieriger Weg. Aber es erhält industrielle Arbeit in NRW und sichert wichtige Wertschöpfungsketten im Land und darüber hinaus ab. Es ist gut, dass die Gesellschafter ihrer Verantwortung auch gegenüber den Beschäftigten gerecht geworden sind. Ein Dank gilt auch an Roland Koch und den Landesregierungen, die in dieser Angelegenheit eine sehr gute Arbeit geleistet haben.“
Marco Gasse, Betriebsratsvorsitzender HKM:
„Für den Augenblick sind wir einfach nur glücklich. Nun gilt es für uns als Betriebsrat den Übergang fair zu gestalten. Die Zukunft der HKM liegt in unseren Händen. Wir danken allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz für den Erhalt unserer Hütte.“
Philipp Dengel, Vertrauenskörperleiter HKM:
„Nach einer langen Phase der Unsicherheit, ist dieser Moment für uns alle wie ein Aufatmen. Wir spüren Erleichterung und neue Hoffnung. Heute dürfen wir endlich wieder mit Zuversicht nach vorne schauen. Stolz bin ich vor allem auf unsere Vertrauensleute und diese kämpferische Belegschaft.“
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