Am 22. August 2025 fand in Frankfurt am Main die erste Tarifverhandlung für die Leiharbeitsbranche statt. Nachdem die Arbeitgeber ausführlich über die schwierige wirtschaftliche Situation der Branche geklagt hatten, unterbreiteten sie ein völlig unzureichendes Angebot: Erst zum 1. April 2026 sollen die Entgelte um magere 1,5 % erhöht werden, bei einer Laufzeit bis Ende 2026.
Keine Ausweitung des Niedriglohnbereichs mit Tarifvertrag
Das würde bedeuten: Der Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn schrumpft erheblich, 2027 liegt die Entgeltgruppe 1 dann nur noch knapp darüber. Leiharbeit wird damit zum Niedriglohnbereich. Dazu werden die DGB-Gewerkschaften nicht ihre Hände reichen. Es geht darum, dass Leiharbeitsbeschäftigte Wertschätzung für ihre flexible Arbeit erfahren – durch eine ordentliche Lohnerhöhung!
Die acht DGB-Gewerkschaften hatten die Entgelttarifverträgen gekündigt, die mit dem Gesamtverband der Personaldienstleister e.V. (GVP) abgeschlossen waren. Sie laufen daher Ende September 2025 aus.
Die Forderungen der DGB-Tarifgemeinschaft auf einen Blick:
Die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit fordert in der laufenden Tarifrunde
• Erhöhung der Entgelte um 7,5 %
• Laufzeit von 12 Monaten
• unter Beibehaltung des bisherigen Abstands zum gesetzlichen Mindestlohn
Du bist gefragt! Beteilige Dich vor Ort oder im Betrieb und gib Deiner Gewerkschaft eine starke Stimme in der Tarifrunde. Sprich auch Deine Kolleginnen und Kollegen an! Übrigens:
Anspruch auf die Tarifergebnisse – insbesondere den Mitgliederbonus Leiharbeit - haben nur Gewerkschaftsmitglieder. Du bist noch kein Gewerkschaftsmitglied? Ändere das unter Mitglied werden und werde Teil der Tarifbewegung.