Weitere Warnstreiks bei HKM Sozialtarifverhandlungen ohne Ergebnis: Angebot der Arbeitgeber völlig unzureichend

Bei den heutigen Sozialtarifvertragsverhandlungen bei der HKM legte die Arbeitgeberseite erstmals ein Angebot vor – doch das stieß auf klares Unverständnis. Die Gespräche wurden ohne Ergebnis beendet. Weitere Warnstreiks werden vorbereitet.

HKM Warnstreik 02.02.2026

2. Februar 2026 2. Februar 2026


Unter dem Verhandlungsmotto „Humor im Betrieb“ hat die Arbeitgeberseite bei den heutigen Gesprächen zum Sozialtarifvertrag bei den Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) erstmals ein Angebot vorgelegt – nach monatelangem Warten der Beschäftigten.

Vorgesehen ist eine Abfindungsregelung mit einem Faktor von 0,4, gedeckelt auf 100.000 Euro, Altersteilzeit nach Tarifvertrag zum frühestmöglichen Rentenbeginn mit Abschlägen sowie ein Transfer-Kurzarbeitergeld für zwölf Monate, sofern auf eine Abfindung verzichtet wird. Eine Motivations- oder Risikoprämie sowie ein Mitgliederbonus wurden von der Arbeitgeberseite kategorisch ausgeschlossen.

Die IG Metall hat dieses Angebot als völlig unzureichend zurückgewiesen. Die vorgeschlagenen Konditionen liegen deutlich unter dem, was für eine soziale Absicherung der Belegschaft notwendig ist. Ein Einstieg in ernsthafte Verhandlungen war auf dieser Grundlage nicht möglich.

Da die Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat, wurden die Gespräche ohne Ergebnis und ohne neuen Termin beendet. Die IG Metall bereitet nun weitere Warnstreiks vor und wird die Beschäftigten kurzfristig über die nächsten Schritte informieren.

Das Ziel bleibt klar: Ein Sozialtarifvertrag, der Sicherheit, Perspektive und Verlässlichkeit für alle Beschäftigten bietet.